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Origin of biomolecular Asymmetry




Figure 1. In 2011 the GDCh has awarded Prof. Dr. U. J. Meierhenrich (University of Nice-Sophia Antipolis, France) its biannual Horst Pracejus Prize in recognition of his pioneering work on chirality. Photo: Barbara Köhler, GDCh



Figure 2. A model of a piece of a comet. It shows the agglomerated interstellar dust particles, which consist of a rocky core coated with a mantle of yellow organic material, that is surrounded by an ice mantle consisting of condensed gases 
(water, carbon monoxide, carbon dioxide, methanol, ammonia). The yellow material is formed when the ices are irradiated by the energetic ultraviolet light which is emitted by young stars. Photo: Raymond and Beverly Sackler Laboratory for Astrophysics at Leiden Observatory, The Netherlands

Das Modell eines Kometenausschnittes zeigt eine Anhäufung interstellarer Staubpartikel. Diese bestehen aus einem silikatischen Kern, der mit gelbem, organischem Material belegt ist, welches wiederum von einem Eismantel kondensierter Gase wie Wasser, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Methanol und Ammoniak umgeben ist. Das gelbe Material bildet sich, sobald die Eisschichten mit energiereichem, ultraviolettem Licht bestrahlt werden, welches etwa von jungen Sternen emittiert wird.
 


Figure 3. The space simulation chamber of the Raymond and Beverly Sackler Laboratory for Astrophysics at the Leiden Observatory. The ice sample which is located inside the vacuum chamber (right) on an aluminum block at a temperature of – 262 °C is irradiated by a lamp producing energetic UV photons. This situation recreates the irradiation of the ices that were present in the pre-solar nebula during the formation of the solar system. Photo: Raymond and Beverly Sackler Laboratory for Astrophysics at Leiden Observatory, The Netherlands

Die Simulationskammer für Weltraumbedingungen im Raymond und Beverly Sackler Labor für Astrophysik am Observatorium in Leiden, den Niederlanden. Die Eisprobe ist im Innern der Vakuumkammer (rechts) auf einem Aluminiumblock bei einer Temperature von – 262 °C platziert und wird während ihrer Ablagerung mit energiereichen UV-Photonen bestrahlt. Derartige Bedingungen simulieren die Bestrahlung von Eisschichten auf silikatischen Kernen im präsolaren Nebel während der Entstehung des Sonnensystems.
 


Figure 4. The yellow droplets which remain after irradiating the simulated interstellar ice samples. Chemical analysis has shown that they contain a wide variety of organic molecules of pre-biological interests, specifically, 16 different kinds of amino acids. Photo: Raymond and Beverly Sackler Laboratory for Astrophysics at Leiden Observatory, The Netherlands

Während der Bestrahlung von simuliertem interstellarem Eis bildet sich ein gelbes Material. Chemische Analysen haben gezeigt, dass darin eine große Anzahl organischer Moleküle von präbiotischem Interesse, insbesondere 16 verschiedene Aminosäuren, vorkommen.
 


Figure 5. Der "Rosetta Lander", verkleidet mit Schutzpanelen. Zu erkennen sind die Landebeine mit ihren "Füßen" und den Eisschrauben, mit denen sich der Lander in der Kometenoberfläche verankert. Photo: Max-Planck-Institut für Aeronomie
 


Figure 6. COSAC, das Cometary Sampling and Composition Experiment, soll komplexe organische Moleküle auf dem Kometen Wirtanen aufspüren und identifizieren. Das Experiment besteht aus einer Kombination von einem Gaschromatographen und einem Massenspektrometer, die wie ein Labor auf der Oberfläche des Kometen, automatisch bzw. per Fernsteuerung, arbeiten sollen - ein anspruchsvolles Unternehmen, wenn Gewicht, Energieverbrauch und Kosten sehr niedrig und Effizienz, Auflösung und Genauigkeit des Geräts extrem hoch sein sollen. Zudem müssen alle Geräte an Bord von "Rosetta" sehr zuverlässig sein, da sie erst nach einer Flugzeit von mehr als zehn Jahren in Betrieb genommen werden. Photo: Max-Planck-Institut für Aeronomie
 


 

Figure 7. Staubpartikel im diffusen sowie dichten interstellaren Medium, dargestellt nach einem Modell von Prof. Dr. J. Mayo Greenberg. Im diffusen interstellaren Medium ist ein silikatischer Kern von einer Schicht aus organischem Material umgeben. Im dichten interstellaren Medium ist diese Schicht weiterhin von einer neuen, „frischen“ Eisschicht überlagert, welche wiederum von kondensierten, flüchtigen Molekülen umgeben ist. 
Im diffusen interstellaren Medium ist es wärmer als im dichten interstellaren Medium. Wird nun ein interstellares Staubpartikel vom dichten in das diffuse interstellare Medium geschleudert, so verdampfen die äußeren Eisschichten und lassen einen Silikatkern zurück, der von einem festen Mantel organischen Materials umgeben ist. Dieser ist nun teilweise erodiert und erhält, wenn er in das dichte interstellare Medium zurückgeschleudert wird, einen zweiten, äußeren Mantel. Ein solcher Zyklus benötigt etwa 100 Millionen Jahre; die durchschnittliche Lebenszeit eines solchen Partikels beträgt etwa 5 Milliarden Jahre, bevor es Teil eines neuen Sonnensystems wird.
Sobald die dichte interstellare Wolke etwa durch Änderung von Gravitationsfeldern eine kritische Masse erreicht hat, verdichtet sie sich und die Staubpartikel werden an der Ausbildung eines Sternes bzw. eines Planetensystems um diesen Stern beteiligt. Das Material ändert sich, bedingt durch Temperatur- und Druckdifferenzen im interstellaren Nebel, wobei die ursprüngliche Zusammensetzung der Staubteilchen komplett verloren geht. Einige Aggregate jedoch, die weit von den Regionen der Sternenentstehung entfernt sind, können ihre ursprüngliche Zusammensetzung beibehalten haben. Sie sind heute in Kometen, Staubteilchen und interstellaren Wolken zu finden. Photo: Hervé Cottin, Laboratoire Inter-Universitaire des Systèmes Atmosphériques LISA, Paris-Créteil, Frankreich
 


Figure 8. Beamline SU-5, part of the Laboratoire pour l'Utilisation du Rayonnement Electromagnétique LURE, Centre Universitaire Paris-Sud, in France, is constructed to produce circular polarized synchrotron radiation. Amino acids were subjected to this radiation in order to photodecompose them enantioselectively. The scientific breakthrough was an enantiomeric excesses of 2.6 % L-leucine produced with circularly polarized synchrotron radiation. Photo: Bernard Barbier, Laboratoire pour l'Utilisation du Rayonnement Electromagnétique LURE, Beamline SU-5, Centre Universitaire Paris-Sud, France
 


Figure 9. Liesegang rings. Visible structures can develop spontaneously in a system far from equilibrium that is involving reactions of high order kinetics. Similar thermodynamic and kinetic conditions are discussed to be required for the first steps of chemical evolution on the early Earth. Photo: Uwe Meierhenrich, Université de Nice-Sophia Antipolis, France.
 


Prof. Dr. Uwe J. Meierhenrich
Université de Nice-Sophia Antipolis
UMR 7272 CNRS
Faculté des Sciences

Parc Valrose  
06108 Nice, France 
Tel.: +33 (0) 492 07 61 77 
Fax: +33 (0) 492 07 61 51 
Uwe.Meierhenrich@unice.fr
 
 




Last updated January 2012