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Origin of biomolecular Asymmetry

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Süddeutsche Zeitung, 28.3.2002



 Weltraum 
 
 Kometen könnten Erde befruchtet haben 
 
 Bremer Forscher vermuten Ursprung des Lebens im All und
 versuchen dies mit Laborexperimenten zu belegen. 

 (SZ vom 28.3.2002) - Liegt die Wiege des Lebens im All? Seit
 Jahrzehnten spekulieren Wissenschaftler über das kosmische
 Geburtsszenario. Kometen sollen als „Biofähren“ durchs
 Universum reisen und bei ihrem Absturz Planeten befruchten.
 So wäre auch die Urerde vor Milliarden von Jahren nach
 solchen Kollisionen mit Keimen überzogen worden. Die
 Theorie lebt auf. 

 Komet im Labor

 Ein internationales Forscherteam hat jetzt im Labor den Kern
 eines Kometen nachgebaut und mit ultraviolettem Licht
 bestrahlt. Danach fanden sie lebenswichtige Aminosäuren in
 der Probe. Kometen gelten als verschmutzte Eisklumpen und
 fast unveränderte Relikte aus der Frühzeit des
 Sonnensystems. In ihren mehrere hundert Meter bis einige
 Dutzend Kilometer großen Kernen sind Wassereis, Staub und
 chemische Substanzen zu einem gefrorenen Teig verbacken.

 Erst in einem Jahrzehnt wird der unbemannte europäische
 Späher Rosetta auf einem Schweifstern landen und zum
 ersten Mal nach Lebensbausteinen suchen. Wissenschaftler
 aus dem niederländischen Leiden, aus Bremen und
 Katlenburg-Lindau gehören zum Rosetta-Team. 

 In einer Vakuumkammer kühlten sie einen Aluminiumblock auf
 minus 262 Grad ab. Die in die Apparatur geblasenen Gase
 überzogen den Block mit einen dünnen Eisschicht, der
 Kometenoberfläche. Bestrahlung mit UV-Licht machte die
 Weltraumbedingungen perfekt. Das Ergebnis präsentieren
 die Forscher in der jüngsten Ausgabe des
 Wissenschaftsmagazins Nature: Danach haben sich auf dem
 Kometenkern 16 Aminosäuren – die Glieder von Eiweißketten
 – gebildet; sechs davon sind für die Biologie essenziell.
 Helmut Rosenbauer vom Max-Planck-Institut für Aeronomie in
 Katlenburg-Lindau sagt: „Unser Experiment zeigt, dass
 wichtige Grundbausteine des Lebens an vielen Stellen der
 Galaxis, vielleicht sogar im ganzen Universum, vorhanden
 sein sollten.“ 


Last updated May 2002